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Erneute Niederlage

1:6 in Hoffenheim: Pokal-Aus für Jena

Mit einer 1:6-Niederlage scheidet der FF USV Jena aus dem DFB-Pokal aus.
Mit einer 1:6-Niederlage scheidet der FF USV Jena aus dem DFB-Pokal aus. Foto: Hannes Seifert/FF USV Jena

Auch im DFB-Pokal muss der FF USV Jena eine bittere Niederlage einstecken. Die Thüringerinnen verlieren am Samstag bei der TSG 1899 Hoffenheim deutlich mit 1:6 (0:4).

Hoffenheim/Jena. „Das war heute eine Art Déjà-vu für uns“, so Jenas Trainer Christopher Heck nach Ende des DFB-Pokal-Achtelfinales bei der TSG 1899 Hoffenheim. Wie am ersten Spieltag der FLYERALARM Frauen-Bundesliga setzen sich die Kraichgauerinnen überlegen mit 6:1 gegen den FF USV durch.

Dreimal führte ein Doppelschlag innerhalb weniger Momente zu den Gegentoren: nach acht Minuten setzte sich die TSG über die linke Außenbahn durch, im Zentrum lenkte Isabella Hartig den Ball von der Unterkante der Latte ins Tor. Zwei Minuten später hatte Maximiliane Rall auf der anderen Feldseite freie Fahrt und markierte das 2:0 (10.).

Damit war das Spiel frühzeitig entschieden. „Wir haben versucht, alles zu geben, aber Hoffenheim war sehr stark“, so Heck. In der Offensive kam Jena kaum zum Zug, ein Versuch von Christin Meyer verfehlte das gegnerische Tor (19.). Viel zu oft wurde der Ball nach nur wenigen Pässen leichtsinnig in die Füße des Gegners übergeben, einige Jenaer Ecken führten nicht zur Gefahr.

In der Defensive hingegen ließ man sich mit langen Bällen über die schnellen TSG-Außenbahnspielerinnen in die Bredouille bringen. In der 25. Minute traf Jana Beuschlein mit dem Hinterkopf nach einer Ecke zum 3:0, einen direkten Freistoß aus halblinker Position, gut zwanzig Meter vom Tor entfernt, zirkelte Lena Lattwein ins linke obere Toreck (32.).



Die Thüringerinnen konnten sich bei Torhüterin Laura Kiontke, heute mit Startelfdebüt für Jenas erste Mannschaft, bedanken, dass bis zur Pause keine weiteren Treffer fielen. Jenas Urgestein, seit 2005 im Verein, parierte mehrfach stark aus kurzer Distanz.

Einen Aufreger gab es kurz vor dem Pausentee: Annika Graser und Fabienne Dongus kämpften mit viel Einsatz um den Ball, doch während die Hoffenheimerin im letzten Moment zurückzog, spielte Jenas Mittelfeldakteurin die Kugel mit voller Kraft. Dongus ging mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden, musste behandelt und wurde zur Pause ausgewechselt.

Graser, der keine Absicht auf Foulspiel unterstellt werden kann, wurde von Schiedsrichterin Anna-Lena Heidenreich in dieser für Dongus unglücklichen Aktion mit der gelben Karte verwarnt. Wir wünschen an dieser Stelle gute Besserung!

Damit fehlte der TSG nach Ansicht von Trainer Jürgen Ehrmann im zweiten Durchgang eine wichtige Schlüsselspielerin. Entsprechend nahm man seine Offensivaktionen ein Stück weit zurück. Jena kam vereinzelt zu Torabschlüssen, Anna Weiß traf nach schönem Solo an mehreren Gegenspielerinnen vorbei nur das Lattenkreuz (60.).

Doch ein Verschieben der Kräfteverhältnisse auf dem Platz fand nicht statt, denn auch die Hausherrinnen trafen das Aluminium. Ein Doppelschlag brachte zwei weitere Treffer: Maximiliane Rall traf nach Eckball (75.), nur Sekunden später machte Isabella Hartig das halbe Dutzend perfekt (76.).

Für gute Aktionen sorgten im zweiten Durchgang Jenas eingewechselte junge Talente Pia Große, Donika Grajqevci sowie die nach langer Verletzung wieder einsatzbereite Isabelle Knipp. Sie zeichneten sich durch hohe Laufbereitschaft aus, trotz aussichtlosem Spielstand zeigten sie, dass sie sich für weitere Einsätze empfehlen wollen.



Kurz vor Abpfiff zeigte die kosovarische U19-Nationalspielerin Grajqevci ihr Talent. Nach einem Sololauf über den halben Platz – da keine Mitspielerin weiter aufgerückt war, musste sie sich allein in der TSG-Defensive beweisen - erzielte sie mit einem Schuss ins lange Eck den Jenaer Ehrentreffer – 6:1 (87.). Ein kurzer Jubel der mitgereisten Jenaer Anhänger in einer sonst über weite Strecken ernüchternden Partie brandete auf der Tribüne auf.

Nur wenig später war Schluss, mit erneut sehr vielen Gegentoren verabschiedet sich der FF USV Jena aus dem DFB-Pokal.

Den Fokus wieder auf die Liga setzen

„Unsere volle Konzentration gilt nun wieder dem Programm in der Liga“, so Christopher Heck. Noch vier Spiele in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga stehen im Kalenderjahr 2019 für den FF USV Jena auf dem Programm. Am kommenden Samstag um 13 Uhr gastiert der SC Sand im Paradies, zum Abschluss der Hinrunde reist die Heck-Elf am 30. November (Anstoß ebenfalls 13 Uhr) zum MSV Duisburg.

Nur eine Woche später steht dann zum dritten Mal in dieser Saison das Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf dem Spielplan, wenn man am 8. Dezember (Anstoß 14 Uhr) zum
Rückrundenauftakt in den Kraichgau reist. Am 15. Dezember (Anstoß 14 Uhr) kommt der 1. FFC Turbine Potsdam zum Ostderby der FLYERALARM Frauen-Bundesliga ins Paradies.

Hoffenheim: Tufeković, Linder, Specht, Lattwein, Rall, Hartig, Pankratz (67. Naschenweng), Beuschlein, Wienroither, Waßmuth (77. Fühner), Dongus (46. Harsch)

Jena: Kiontke, Stratford (65. Grajqevci), Sedláčková, Arnold, Seiler, Graser (78. Knipp), Meyer (79. Große), Chlastáková, Weiß, Tellenbröker, Görlitz

Tore: 1:0 Hartig (8.), 2:0 Rall (10.), 3:0 Beuschlein (27.), 4:0 Lattwein (32.), 5:0 Rall (76.), 6:0 Hartig (78.), 6:1 Grajqevci (87.)

Zuschauer: 240

Quelle: FF USV Jena

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