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1:8-Auswärtsniederlage

FF USV Jena geht in Wolfsburg unter

Jenas Torhüterin Sarah Hornschuch musste an diesem Spieltag gleich achtmal hinter sich greifen.
Jenas Torhüterin Sarah Hornschuch musste an diesem Spieltag gleich achtmal hinter sich greifen. Foto: Hannes Seifert/FF USV Jena

Der FF USV Jena musste am Sonntagnachmittag beim VfL Wolfsburg eine deutliche Niederlage hinnehmen - 1:8 hieß es am Ende im AOK-Stadion.

Jena. Dass der FF USV Jena beim deutschen Meister und Champions-League-Achtelfinalisten VfL Wolfsburg nicht der Favorit sein sollte, war vor Anpfiff klar, am Ende mussten sich die Jenaerinnen mit acht Gegentoren geschlagen geben.

Wolfsburg stellt schnell die Weichen auf Sieg

Vom Anpfiff weg dominierten die Grün-Weißen die Partie, ließen Jena kaum Zeit und Raum, um selbst über die Mittellinie zu kommen. Kaum drei Minuten waren gespielt, da landete ein Freistoß von Nationalspielerin Alexandra Popp nach seichtem Körperkontakt an der Latte.

Nur wenig später war Wolfsburgs Nummer elf erfolgreicher: nach einer Ecke stand sie frei im Sechzehner und konnte zur Führung einköpfen (8.). Gleich darauf erhöhte sie auf 2:0, nach Angriff über den linken Flügel war es erneut der Kopf der VfL-Kapitänin (14.).

„Der frühe Zwei-Tore-Rückstand hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt“, so Jenas Trainer Christopher Heck im Anschluss.

Kurz vor der Halbzeit besorgte Noelle Maritz das 3:0, als sie den Ball gekonnt mit der Brust annahm und aus der Drehung unhaltbar verwandelte (41.).

Jena auch im fünften Spiel mit eigenem Treffer

Zum zweiten Durchgang nahm Jenas Trainer Heck einen Wechsel vor: Karla Görlitz ersetzte Nelly Juckel.

Wie bereits im Auftaktspiel gegen Hoffenheim und in der letzten Woche, als ihre Fußspitze den vermeintlichen Siegtreffer gegen Köln markierte, zeigte die 18-Jährige, welche unmittelbare Torgefahr von ihr ausgeht: über die linke Seite setzte Anna Weiß zum Sprint an, ihre Flanke köpfte Görlitz über die Zweitplatzierte der Welttorhüterinnenwahl, die Schwedin Hedwig Lindahl, hinweg ins Tor (49.) – 1:3.

Jenas erster wirklicher Angriff war damit sofort erfolgreich. Damit trafen die Blau-Weißen auch im fünften Ligaspiel ins gegnerische Tor, Görlitz ist dabei die erste Spielerin mit zwei eigenen Treffern auf dem Konto.

Nur kurze Freude über das Tor

Doch die Heck-Elf hatte nicht lange Zeit zum Jubeln, nur drei Minuten nach dem Tor stellte Wolfsburg den Drei-Tore-Abstand wieder her: nach Foul im Strafraum verwandelte Pernille Harder den fälligen Strafstoß sicher (52.).

Harder selbst erzielte innerhalb der nächsten Viertelstunde sogar einen Hattrick, netzte zwei weitere Male ein (57. und 70.).

Doch damit aus Jenaer Sicht leider nicht genug: Dominique Janssen (74.) und Felicitas Rauch mit der letzten Aktion des Spieles erhöhten auf den Endstand von 8:1 – damit kassierten die Jenaerinnen nunmehr 26 Gegentreffer in fünf Partien und belegen weiter den vorletzten Platz in der Tabelle der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

Zu viel Respekt vor dem VfL Wolfsburg

„Leider in der Höhe absolut verdient“, gratulierte Christopher Heck im Anschluss seinem VfL-Kollegen Stephan Lerch zum Kantersieg. Seine Mannschaft hatte in einer einseitigen Partie nicht den Hauch einer Chance, ließ sich sehr tief in die eigene Hälfte drängen und lief dem Ball hinterher. Dabei hatten die Jenaerinnen Glück, dass das Aluminium mehrfach weitere Gegentreffer verhinderte.

„Wir haben heute wieder selbst ein schönes Tor erzielt, aber in der Defensive müssen wir uns deutlich steigern“, so Heck. „Wir kassieren zu viele Gegentore nach einfachen Fehlern, das müssen wir so schnell wie möglich abstellen. Leider hat heute am Ende auch ein bisschen der Wille gefehlt, wirklich jedes Tor vermeiden zu wollen. Wir hatten von Anfang an zu viel Respekt vor den Wolfsburgerinnen und haben nicht clever genug agiert. Hier müssen die erfahrenen Spielerinnen die Mannschaft stärker führen.“

Nach der Länderspielpause gegen Essen

Das nächste Spiel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga steht für den FF USV Jena am 13. Oktober an, dann gastiert die SGS Essen im Ernst-Abbe-Sportfeld.

In der kommenden Woche findet in Portugal die zweite Runde der Qualifikation für die U19-Europameisterschaft im kommenden Jahr in Georgien an. Für die anstehenden Partien gegen Albanien (2. Oktober), Aserbaidschan (5. Oktober) und Portugal (8. Oktober) hat die deutsche Nationaltrainerin Kathrin Peter Jenas Vanessa Fudalla nominiert.

Die tschechische Nationalspielerin Jana Sedláčková tritt am 8. Oktober mit der ihrer Nationalelf in Prag gegen Spanien an. Gespielt wird um Punkte in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2021 in England.

VfL Wolfsburg: Lindahl - Janssen, Gunnarsdottir (75. Neto), Popp, Rauch, Engen, Maritz, Wolter (60. Jakabfi), Harder (75. Dickenmann), Wedemeyer, Goeßling

FF USV Jena: Hornschuch - Juckel (46. Görlitz), Julevic, Sedlackova, Arnold, Karn (89. Kremlitschka), Seiler, Graser, Meyer (83. Kreil), Weiß, Tellenbröker

Quelle: FF USV Jena




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