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Anne Pochert im Interview

FF USV Jena: B-Mädels starten in die Rückrunde

Anne Pochert (li.) holte am vergangenen Wochenende mit ihren Mädels die Herbstmeisterschaft.
Anne Pochert (li.) holte am vergangenen Wochenende mit ihren Mädels die Herbstmeisterschaft. Foto: Holger Peterlein

Jena. Bevor es am Samstag zum Auswärtsspiel des ersten Rückrundenspiels nach Wolfsburg geht, trafen wir USV-Trainern Anne Pochert zum Interview. Pochert holte letztes Wochenende mit Ihren Mädels, durch einen 2:0-Erfolg in Kiel, die Herbstmeisterschaft und sind nun die gejagten in der B-Bundesliga.

Erst einmal herzlichen Gl
ückwunsch zum Herbstmeister in der B-Juniorinnen Bundesliga!

Hatte Sie am Saisonstart damit gerechnet?

Vielen Dank. Der Herbstmeistertitel stand nicht ganz oben auf unserer Ziel-Liste. Dennoch wusste ich, was in der Mannschaft steckt. Deshalb kam der Titel nicht ganz überraschend.

Sie haben mir Ihrer Mannschaft 22 von 27 möglichen Punkten geholt und haben laut Statistik mit nur vier Gegentoren die beste Abwehr der Liga. Wo sehen Sie noch Entwicklungspotential?

Wir haben in allen Bereichen noch Entwicklungspotential. Aber wenn man sich im Vergleich zu den Gegentoren die geschossenen Tore anschaut, muss man kein Experte sein. Wir müssen unbedingt an unserer Chancenverwertung arbeiten. Weiterhin stehen in der Rückrunde das Gegenpressing und der Spielaufbau auf dem Plan.

Dicht auf den Fersen zur Meisterschaftsteilnahme lauern Turbine Potsdam und Union Berlin. Denken Sie es wird in der Rückrunde ein Dreikampf werden?

Ich denke sogar, dass es ein Vierkampf geben wird. Bremen ist eine starke Mannschaft und wird noch die nötigen Punkte holen, um nochmal nach der Tabellenspitze zu greifen. Auch Meppen sollte man noch nicht abschreiben. Diese Qualität an der Spitze freut mich persönlich sehr. So können wir uns in vielen Spielen auf hohem Niveau messen.

Vorher waren Sie für die C-Mädchen des FF USV Jena verantwortlich. Im Sommer dann der Wechsel zu der B-Jugend. Ist der Unterschied groß?

Natürlich gibt es da große Unterschiede. In der Bundesliga läuft alles schon wesentlich professioneller ab als auf Kreisebene. Auch der Aufwand für mich als Trainer ist wesentlich höher.

Im Moment stehen die Frauen des FF USV Jena in der Allianz Frauenbundesliga hinter Ihren Erwartungen. Hat das auch Auswirkungen auf Ihre Arbeit?

Ich beobachte die Saison unserer 1. Mannschaft genau und versuche auch so viele Spiele wie möglich live zu sehen. Schließlich ist das der Bereich, in dem ich meine Spieler über kurz oder lang integrieren soll. Es ist sehr schade, dass es in dieser Saison für uns in der Allianz Frauenbundesliga noch nicht so läuft. Die Mannschaft hat ein unheimlich großes Potential. Der Saisonverlauf hat jedoch keine Auswirkungen auf meine Arbeit. Wir arbeiten in der U17 konzentriert weiter.

Am Wochenende geht es auswärts in das erste Rückrundenspiel gegen Wolfsburg. Im Hinspiel gewann man dies mit 1:0. Sind somit drei Punkte Pflicht?

Wir fahren nach Wolfsburg, um Punkte mitzunehmen. Wenn wir unsere Leistung abrufen und konzentriert spielen, dann ist ein Sieg absolut möglich. Als Tabellenführer werden wir in der Rückrunde zum Gejagten. Das macht für mich aber den besonderen Reiz aus. Das bringt meine Spielerinnen weiter. Alle schauen auf uns und hoffen, dass wir Punkte liegen lassen. Dieser Druck wird uns noch stärker machen, da bin ich mir sicher.

Was für Erwartungen haben Sie für die zweite Hälfte der Saison?

In erster Linie sollen sich meine Spielerinnen weiter entwickeln. Das ist das oberste Ziel. In den nächsten Tagen setze ich mich mit der Mannschaft zusammen und wir planen die weiteren Saisonziele. Ziel Nummer 1 – bis zum Ende der Hinrunde unter die ersten vier Teams zu kommen – haben wir ja nun erreicht. Ich möchte, dass sich die Mannschaft eigenverantwortlich Gedanken macht, was sie erreichen will. Dabei unterstützen wir sie.

Jenaer Nachrichten sagt Danke für das Gespräch und wünscht viel Erfolg!

Text: Susann Schmidt

 

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