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Ausgleich nicht gegeben

FF USV Jena unterliegt mit 2:3 in Potsdam

Im Zweikampf die Jenaerin Maren Marie Tellenbröker (l.) mit der Potsdamerin Dina Sophia Orschmann.
Im Zweikampf die Jenaerin Maren Marie Tellenbröker (l.) mit der Potsdamerin Dina Sophia Orschmann. Foto: Hannes Seifert/FF USV Jena

Der FF USV Jena musste sich am Sonntagnachmittag auch im zweiten Auswärtsspiel des Jahres beim 1. FFC Turbine Potsdam II knapp mit 2:3 geschlagen geben.

Potsdam/Jena. Der FF USV Jena muss sich auch im zweiten Auswärtsspiel des Jahres mit 3:2 geschlagen geben, dabei ließen sich durchaus Parallelen zur Partie in Meppen ziehen. Auch an diesem Sonntag gelang den Gastgeberinnen die frühe Führung.

Schon früh in Rückstand

Der FF USV Jena führte zwar den Anstoß der Partie aus, in Gedanken war man aber noch nicht vollständig auf dem Platz, wurde nach dem ersten Ballverlust viel zu einfach ausgespielt und lag nach nicht einmal zwei Minuten mit 0:1 zurück – Melissa Kössler netzte für die Reserve der Turbinen ein.

Die Potsdamerinnen, bei denen neben der ehemaligen Jenaerin Luca Graf einige weitere Spielerinnen aus dem Kader der Bundesligamannschaft in der Startelf standen, dominierten auch die folgende erste Halbzeit klar. Die Mannschaft von Steffen Beck schaffte es nicht, die Zweikämpfe erfolgreich zu bestreiten und fand kaum Ideen in der Offensive.



Ein Weitschuss der erstmals nach ihrer Verletzung wieder in der Startelf stehenden Isabelle Knipp und ein Abschlussversuch von Leonie Kreil nach Flanke von der linken Seite sollten die gefährlichsten blau-weißen Aktionen der ersten Hälfte bilden.

Viel zu oft verlagerte sich die Spielrichtung, passend zum Dauerregen während der Partie, in Richtung des von Sarah Hornschuch gehüteten Jenaer Gehäuses. Mit wenigen Pässen tauchten die Brandenburgerinnen vor dem Tor auf und kamen zum Abschluss, so fiel das 2:0 durch Dina Orschmann (27.).

Kurz vor der Pause, Jena hatte mittlerweile vollkommen den Zugriff zur Partie verloren, erzielte Dina Orschmann nach einer Ecke sogar das 3:0 (44.).

Wie ausgewechselt kam die Beck-/Osterbrink-Elf jedoch aus der Kabine. Plötzlich spielten sich weite Teile der Partie in der anderen Spielfeldhälfte ab und man stand auch in der Defensive deutlich sicherer. Die erste Chance zum Anschlusstreffer hatte die eingewechselte Pia Große, deren Schuss aus gut zwanzig Metern nur knapp die obere Torecke verfehlte.



Der überfällige Anschlusstreffer gelang schließlich Julia Arnold: einen Freistoß konnte die Potsdam-Keeperin Vanessa Fischer nicht festhalten, Leonie Kreil spielte den abtropfenden Ball vor den Kasten, wo Arnold zum 3:1 anschob (73.).

Torhüterin hielt Jena im Spiel

Viel Zeit blieb Jena nicht mehr, um noch etwas Zählbares mitzunehmen, doch man spürte eine aufkommende Hoffnung im Team und den Willen, noch einmal alles nach vorn zu werfen. Dadurch ergaben sich jedoch Räume für die Gastgeberinnen, sodass sich Jenas Torhüterin Sarah Hornschuch mehrfach in höchster Not auszeichnen musste und ihre Mannschaft im Spiel hielt.

Julević mit Anschlusstreffer

Lisa Seiler wurde in der Folge zweimal schön im Strafraum freigespielt und umgestoßen – beim ersten Mal verweigerte Schiedsrichterin Miriam Schweinefuß, die heute kein Foul als
gelbwürdig bewertete, noch den Elfmeter, den zweiten gab sie korrekterweise. Schon in der Nachspielzeit netzte Merza Julević unhaltbar für Fischer zum 3:2 ein.



Der Ausgleich lag nun in der Luft – die letzte Szene des Spiels bot hierfür die passende Gelegenheit. Wieder sollte es eine Standardsituation sein: Julević hatte sich den Ball zum Freistoß auf Höhe der Strafraumkante zurechtgelegt und flankte. Lisa Seiler stieg am höchsten und köpfte den Ball ins Tor.

Ausgleich nicht gegeben

Jena jubelte – lange – doch unter wütendem Protest kam die Ernüchterung, Seiler soll im Abseits gestanden haben. Kurios nur, dass Schweinefuß schon pfiff, während der Ball noch in der Luft war, denn wiederholt wurde der Freistoß nicht.

Stattdessen zeigte sie klar erkennbar für alle Beteiligten in Richtung Mittelkreis, um diese Entscheidung einige Sekunden später zu revidieren, auf Abseits zu entscheiden und das Spiel abzupfeifen.

Wie schon in Meppen fühlten sich die Jenaer Beteiligten in der Nachspielzeit durch fragwürdige Entscheidungen der Offiziellen hintergangen und verließen den Platz als Verlierer.

Fader Beigeschmack bleibt

Aufgrund der schwachen ersten Hälfte geht diese Niederlage durchaus in Ordnung, der wieder aberkannte Ausgleich verleiht jedoch auch diesem Auswärtsspiel einen faden Beigeschmack, der doppelt bitter wiegt, da auch einige direkte Konkurrenten in der Liga patzten.

Am kommenden Sonntag um 11 Uhr tritt der FF USV Jena im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld (Platz 3) gegen den FC Bayern München II an, der sich heute klar mit 5:0 gegen den 1. FC Köln durchsetzte.

Potsdam II: Fischer, Flügge, Weidauer, Prica (87. Bretschneider), Bahnemann, Kössler, Graf, Katja Orschmann, Scheel, Dina Orschmann

Jena: Hornschuch, Utes, Knipp (57. Merazguia), Schmidt (30. Julević), Kreil, Arnold, Seiler, Graser (64. Große), Weiß, Tellenbröker, Kremlitschka

Tore: 1:0 Kössler (2.), 2:0 D. Orschmann (27.), 3:0 D. Orschmann (44.), 3:1 Arnold (73.), 3:2 Julević (90+1., Foulelfmeter)

Quelle: FF USV Jena

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