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Eisele trifft wieder doppelt

3:2 gegen Leipzig: Jena siegt glücklich im Klassiker

Jenas zweifacher Torschütze Fabian Eisele im Kopfballduell mit dem Leipziger Manuel Wajer.
Jenas zweifacher Torschütze Fabian Eisele im Kopfballduell mit dem Leipziger Manuel Wajer. Foto: Thomas Weigel

Siebter Sieg in Folge: Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt am Samstagnachmittag sein Heimspiel durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit gegen die BSG Chemie Leipzig mit 3:2 (1:0). 

Jena. Nach der Corona-Zwangspause und Quarantäne war man gespannt, wie schnell der FC Carl Zeiss Jena die Erfolgsspur wieder aufnehmen konnte. Und die Jenaer Fans konnten schon bald jubeln. Die erste FCC-Ecke brachte Rene Lange hoch in die Mitte, wo Fabian Eisele zum 1:0 einköpfte (4.).

Chemie war im Vorwärtsgang ziemlich harmlos. Eine gute Chance bot sich allerdings Florian Kirstein, der, aus der eigenen Hälfte startend, bei einem Konter zunächst Tom Müller umspielte, aber dann zu lange zögerte (14.). Jena verwaltete den Vorsprung mehr, als konsequent nachzulegen.



Nach einer Phase des Mittelfeldgeplänkels fasste sich Maximilian Wolfram endlich mal ein Herz mit einem strammen 18-Meter-Schuss (22.). Einige Sekunden später kam er über links, tanzte seinen Gegenspieler aus, aber der versuchte Heber aufs Tor war zu ungenau. Jena spielte feldüberlegen, aber Topchancen gab es bis zur Pause auf beiden Seiten nicht mehr.

Das änderte sich schnell nach der Halbzeitpause. Der erste Jenaer Angriff saß. Matti Langer setzte sich über rechts durch, bei seiner flachen Eingabe in die Mitte brauchte Felix Drinkuth nur den Fuß hinzuhalten und es stand 2:0 (46.).

Aber nicht lange, direkt vom Anstoß weg kam Chemie zum Ausgleich durch Florian Kirstein (47.). Und das war noch nicht alles, den Gästen gelang sogar der Ausgleich, ausgerechnet der Ex-Jenaer Florian Brügmann traf, nach Zuspiel von Timo Mauer (53.). Der FCC jetzt unaufmerksam in der Abwehrarbeit. Kirstein hatte Platz, stürmte über links auf Tom Müller zu, der ihn noch etwas abdrängen konnte (57.).



Nun war es ein offener Schlagaustausch auf dem Rasen der Baustelle Ernst-Abbe-Sportfeld. Eisele mit Direktabnahme auf der einen Seite (68.), im Gegenzug die Nr. 23 der Leutzscher, Anton Kanther, mit der Chance, auch Kirstein kam wieder zum Schuss, diesmal drüber (69.).

Jenas Keeper Tom Müller musste gegen den eben eingewechselten Benjamin Luiz retten, für den Nachschuss kam Leipzigs Angreifer Tom Müller einen Tick zu spät (82.). Die Nachspielzeit war dann an Dramatik kaum zu überbieten.

Für den Lucky Punch sorgte Fabian Eisele, der einen Handelfmeter zum 3:2 verwandelte (90.+3.). Aber noch war nicht Schluss, Lucas Stauffer musste gegen alles nach vorn werfende Leutzscher nochmal auf der Linie retten (90.+4.). Es reichte für den FC Carl Zeiss zum knappen, aber verdienten Heimsieg.

Auf dem Spielplan steht für den  FC Carl Zeiss Jena als nächste Partie in der Regionalliga das Auswärtsspiel beim FSV Luckenwalde (2. Oktober, 13:00 Uhr).

Jena: Müller - Slamar, Hehne, Lange, Bergmann (ab 82. Dedidis), Drinkuth (ab 82. Prokopenko), Stauffer, Bürger (ab 60. Langer), Oesterhelweg (ab 70. Krauß), Wolfram, Eisele

Leipzig: Bellot - Brügmann, Karau, Wajer, Reinhard (ab 83. Horschig), Mauer, Schmidt, Keßler, Kirstein (ab 81. Luis), Kanther (ab 76. Tom Müller), Boltze

Tore: 1:0 Eisele (4.), 2:0 Drinkuth (46.), 2:1 Kirstein (47.), 2:2 Brügmann (53.), 3:2 Eisele (90.+3.)

Zuschauer: 2.628 (ausverkauft)

Text: Steffen Langbein
Fotos: Thomas Weigel



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