Auswärtssieg

2:1 in Rostock: FC Carl Zeiss Jena entert Hansa-Kogge

Grenzenloser Jubel: Der FC Carl Zeiss Jena kann nach 1992 endlich wieder drei Punkte aus dem Ostsee-Stadion entführen.
Grenzenloser Jubel: Der FC Carl Zeiss Jena kann nach 1992 endlich wieder drei Punkte aus dem Ostsee-Stadion entführen. Foto: imago images/Eibner

Vor stattlicher Zuschauerkulisse von über 16.000 gewann der FC Carl Zeiss Jena 2:1 in Rostock, damit das zweite Spiel in Folge. Jena bleibt im Rennen gegen den Abstieg aus der dritten Liga weiterhin dabei.

Rostock/Jena. Mit neuem Selbstvertrauen nach dem Sieg gegen Cottbus ausgestattet, ging Jena ins Spiel an der Ostseeküste und ging auch schnell in Führung. Nach einem langen Abschlag von Jo Coppens gelangte der Ball zu Manfred Starke, der in den Strafraum passte, wo Maximilian Wolfram direkt erfolgreich abschloss (5.).

Lange währte die Freude, auch bei den mitgereisten etwa 500 Jena-Fans, nicht, denn Hansa kam alsbald zum Ausgleich. Ein weiter Einwurf gelangte über Umwege zu Maximilian Ahlschwede, dessen Rückpass von der Grundlinie verwandelte Pascal Breier zum 1:1 (9.).



Auch die nächste gute Gelegenheit gehört Hansa. Einen Biankadi-Schuss vom Strafraumeck parierte Coppens (14.), ebenso wie Tanju Öztürks Chance (34.). Das wars auch mit den sehr guten Torgelegenheiten vor der Pause in einem ausgeglichenen Spiel. Jena verteidigte stark und es blieb vorerst beim Remis.

Auch in der zweiten Halbzeit spielte der FCC aus einer guten Deckung heraus, auf Kontergelegenheiten wartend. Hansa kam kaum dazu, gute Gelegenheiten zu erspielen. Die Rostocker wurden im Spielaufbau gut gestört und verloren einige Bälle im Vorwärtsgang. So kam es, wie es kommen musste bei dieser Spielweise.

Ex-Hanseate schießt Siegtreffer

Ein starker FCC-Konter nach Hansa-Fehler, Florian auf Felix Brügmann, der bediente Manfred Starke, dieser vollendete cool von der Strafraumgrenze flach ins rechte untere Eck (76.), ausgerechnet Starke, der über zehn Jahre seiner Fußballerkarriere bei Hansa verbrachte und deshalb respektvoll auch den Jubel im Zaum hielt.



Sören Eismann hatte die Entscheidung auf dem Fuß, dreißig Sekunden nach seiner Einwechselung tauchte er mit dem Ball halbrechts frei vor Keeper Ioannis Gelios auf, der aber parierte (88.). In der restlichen Spielzeit gab es noch ein paar Minuten das Spiel an der Eckfahne an der Hansa-Grundlinie.

Erster Sieg seit 1992

Nach 95 Minuten war es geschafft, der erste FC Carl Zeiss-Sieg bei Hansa Rostock seit dem 12. September 1992.

Aus dem Fünkchen Hoffnung, an das viele im FCC-Umfeld vor ein paar Wochen noch nicht mal mehr glauben wollten, ist in den letzten acht Tagen durch sechs Punkte aus zwei Spielen nun schon wieder eine stärkere Hoffnungsflamme geworden.

Nächste Woche (20. April, 14:00 Uhr) empfängt Jena den Aufstiegsaspiranten SV Wehen Wiesbaden zum hoffentlich sehr gut besuchten Heimspiel. Vorher muss die Zeiss-Elf am Mittwoch, 17. April, 19:00 in Nordhausen zum Thüringer Pokalhalbfinale antreten.

Trainerstimmen:

Jens Härtel (Hansa):
„Das war die schlechteste Halbzeit, die ich hier als Trainer gesehen habe. Wir haben viel zu wenig Bälle in der Spitze gehalten, Jena hat das bravourös gemacht, gut gekontert und hat verdient gewonnen.“

Lukas Kwasniok (Jena), der nach dem Abpfiff erst einmal in der Kabine verschwand: „Ich wollte für mich allein sein. Das ist die Bühne der Spieler. Zum wiederholten Mal haben wir die frühe Führung nicht gehalten. In der zweiten Halbzeit wollten wir das etwas agiler angehen, die Jungs haben es gut gemacht. Ein weiterer Step, nicht mehr und nicht weniger.“

Rostock:
Celios - Riedel, Hüsing, Pepic, Soukou, Bischoff, Biankadi, Öztürk, Cros (ab 46. Scherff, ab 78. Wannewetsch), Ahlschwede, Breier (ab 62. Hilßner)

Jena: Coppens - Grösch, Gerlach, Florian Brügmann, Eckardt, Kübler, Volkmer, Starke (ab 87. Eismann), Schau, Wolfram (ab 90. Fassnacht), Tietz (ab 59. Fel. Brügmann)

Tore: 0:1 Wolfram (4.), 1:1 Breier (9.), 1:2 Starke (76.)

Zuschauer: 16.087

Text: Steffen Langbein

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