Referenz erwiesen

Riebel bei Abschied von Turbine-Urgestein Schröder

Professor Werner Riebel (Vorstandmitglied des FF USV Jena) verabschiedet sich persönlich bei seinem langjährigen sportlichen Rivalen und Freund Bernd Schröder (r.) in Potsdam.
Professor Werner Riebel (Vorstandmitglied des FF USV Jena) verabschiedet sich persönlich bei seinem langjährigen sportlichen Rivalen und Freund Bernd Schröder (r.) in Potsdam.
Foto: Steffen Langbein
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FF USV Jena-Vorstandmitglied Professor Werner Riebel beim Abschied von Turbine-Urgestein Bernd Schröder dabei!

Potsdam/Jena. Nach 45 Jahren saß Bernd Schröder am Sonntag, 8. Mai 2016, zum letzten Mal im heimischen Karl-Liebknecht-Stadion auf der Trainerbank von Turbine Potsdam, dem Bundesliga-Konkurrenten vom FF USV Jena.

Werner Riebel ließ es sich trotz seiner 78 Jahre nicht nehmen, seinen langjährigen sportlichen Rivalen und Freund persönlich beim emotionalen letzten Heimspiel vor Ort seine Referenz zu erweisen.

Zwei Persönlichkeiten, die sich mit Leib und Seele über Jahrzehnte dem Frauenfußball verschrieben haben. Zum Abschied hatte Riebel für den scheidenden Trainer einen Umschlag mit gesammelten Werken der sportlichen Rivalität zwischen Jena und Potsdam aus den letzten Jahrzehnten dabei.

In den 50-iger Jahren gingen beide in Droyßig zur Schule, Schröder in die Grundschule, der etwas ältere Riebel schon in die Oberschule. Zu dieser Zeit kannten sich beide noch nicht, erst Anfang der Neunziger Jahre kreuzten sich ihre Wege beim Frauenfußball.




Fast 45 Jahre, nachdem Schröder zum ersten Mal bei einem Turbine-Heimspiel (12.Juni 1971 gegen Empor Tangermünde 5:1) auf der Bank der Turbine-Frauen saß, nimmt er nun seinen Hut.

Zum Heim-Abschied überraschte ihn seine Mannschaft, in dieser Saison aktuell hinter dem FF USV Jena nur auf dem achten Tabellenplatz, mit einem 4:0-Erfolg gegen den Champions-League-Finalisten VfL Wolfsburg.

Seinen wohl größten sportlichen Triumph mit den Turbinen feierte er 2010 in Madrid mit dem Champions-League-Sieg gegen Olympique Lyon im Elfmeterschießen.

Text: Steffen Langbein

© Jenaer Nachrichten

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