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Nach Auf und Ab

Dritte Heimsieg für Jenaer Hanfrieds

Der Jenaer Nils Bergmann (rechts) im Spiel Jenaer Hanfrieds gegen Chemnitz Crusaders.
Der Jenaer Nils Bergmann (rechts) im Spiel Jenaer Hanfrieds gegen Chemnitz Crusaders. Foto: Jürgen Scheere

Mit 25:13 konnten die Jenaer Hanfrieds auch das dritte Heimspiel der Saison gewinnen und somit zumindest vorübergehend den 2. Platz in der Tabelle der Oberliga Ost erobern. Gegen die Chemnitz Crusaders gelang es den Hanfrieds nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase durch Kampfgeist und Moral das Spiel noch einmal an sich zu reißen und letztendlich erfolgreich zu gestalten. Allerdings könnte es für die Gastgeber ein teuer erkaufter Sieg gewesen sein, schließlich fielen im Laufe der Partie insgesamt fünf Stammspieler durch Verletzungen aus. Ob und wie lange die Spieler letztendlich wirklich fehlen werden, entscheidet sich indes erst in den kommenden Tagen.

Jena. Die Begegnung begann für die Jenaer nach Maß. Bereits im ersten Ballbesitz der Chemnitzer konnte ein freier Ball erobert und der eigene Angriff aufs Feld geschickt werden. Diese Chance ließen sich die Gastgeber nicht nehmen und punkteten durch Topscorer Fabian Kühhirt zum 6:0.

Quarterback Robert Barczyk auf dem Weg zum Touchdown.Quarterback Robert Barczyk auf dem Weg zum Touchdown.Auf der anderen Seite blieb die Hanfrieds-Verteidigung weiter konzentriert und sorgte dafür, dass die Chemnitzer sich nach einem kurzen Drive wieder vom Ballbesitz verabschieden mussten. Und auch diesmal nutzen die Spieler in Blau und Gelb diese Möglichkeit. Nach Pässen auf Fabian Kühhirt und Simon Lange und Läufen von Nils Bergmann und Till Garrebeek war es Quarterback Robert Barczyk, der hinter seiner Offensive-Line den letzten Meter in die Endzone erlief. Da der PAT-Versuch wiederum misslang, stand es 12:00 für die Gastgeber.

In der Folgezeit war dann ersichtlich, warum die beiden Teams zu den besten Verteidigungsmannschaften der Liga gezählt werden. Durch viel Druck und sichere Tackles wurde es den Angriffsreihen zunehmend schwerer gemacht und der Ballbesitz wechselte mehrfach.

Doch Mitte des zweiten Quarters waren es die Gäste aus Sachsen, die Löcher in der Defense der Hanfrieds aufzeigten. Nach einem langen Pass fanden sich die Gäste tief in der Hälfte der Hanfrieds wieder und erliefen wenige Spielzüge später ihren ersten Touchdown zum 07:12-Zwischenstand.

Für einige Zuschauer sah es aus, als ob sich die Geschichte des letzten Jahres, als die Crusaders nach 00:16 Rückstand noch 17:16 gewinnen konnten, wiederholen würde. Verstärkt wurde dieser Eindruck als die Gäste unmittelbar vor der Halbzeitpause, nach einem schönen Drive, das 13:12 erzielen und das Spiel drehen konnten.

Hanfrieds Verteidigung stoppt Chemnitzer Ballträger mit geballter Power.Hanfrieds Verteidigung stoppt Chemnitzer Ballträger mit geballter Power.

Nach der Pause waren es dann wieder die Defense-Akteure, die das Spiel bestimmten und dem Gegner nur wenige Erfolgserlebnisse zugestanden. Den einzigen erfolgsversprechenden Drive der Hanfrieds  beendeten die Chemnitzer durch eine Interception. Doch auch Jenas Verteidigung wurde immer sicherer und vor allem Andreas Schmidt, der den verletzten Philipp Mohr im Zentrum der Defense vertrat, überzeugt in dieser Phase durch Präsenz und viele richtige Entscheidungen.

Und so war es schließlich auch wieder die Verteidigung, die den Hanfrieds und den Fans am Spielfeldrand Leben einhauchte. Durch eine Interception von Aushilfs-Safety Robert Barczyk kamen  die Jenaer in der Hälfte der Chemnitzer in Ballbesitz und wenige Versuche später fand Barczyk, diesmal wieder auf seiner angestammten Position, seinen Receiver Fabian Kühhirt in der Endzone. Eine Kombination, die nur einen Drive später noch einmal zuschlagen sollte. Diesmal war es Frederik Jasensky, der den Crusaders-Ball aus der Luft fischt und an die eigenen Offense übergab. Kühhirt nutze die Chance zu seinem dritten Touchdown, und nach erfolgreichem PAT durch Mario Görsch stand es 25:13.

„Moral, Kampfgeist, viel Arbeit und das notwendige Quäntchen Glück haben heute den Sieg bedeutet. Ein verdammt wichtiger Sieg der gesamten Mannschaft – Spieler, Coaches, Staff. Ab morgen gucken wir nach vorn, schließlich kommt am Sonntag der ungeschlagene Tabellenführer  [Berlin Rebels 2]; wir sind aber auch ungeschlagen – hier in Jena – und ich sehe keinen Grund, warum sich dieser Fakt ändern sollte“, fand Coach Jörg Hofmann nach dem Spiel deutliche Worte.

Im Vorspiel der spannenden Oberliga-Partie kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Jugend-Vertretungen der Vereine. Hierbei mussten sich die Hanfrieds der spielerischen Klasse der Chemnitz Varlets deutlich mit 08:51 geschlagen geben. Nach zwei Siegen zu Beginn der Saison war dies die erste Niederlage für das von Head Coach Karsten Rentzsch betreute Team.

Bereits am Samstag unterlag die Flag-Football-Mannschaft der Hanfrieds, in seinem ersten Turnier überhaupt, in drei Spielen gegen die Konkurrenz aus Erfurt, Magdeburg und Wernigerode. In allen drei Aufeinandertreffen konnten die Jüngsten der Hanfrieds allerdings punkten und somit ihr Potenzial zeigen.

Text: Robert Barczyk
Fotos: Jürgen Scheere (1), Jenny Urban (2)

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